Nach dem spektakulären Börsengang von Coinbase im April 2021 gilt die Kryptoplattform als einer der bekanntesten Player auf dem Krypomarkt. Gleichzeitig steht die Börse allerdings auch in der Kritik, beispielsweise bei den Transaktions- und Wechselgebühren. Dennoch können Anleger sich auf Coinbase rundum sicher und gut betreut fühlen, wie unser Test erbracht hat.

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Mit einem der umfangreichsten Angebote an handelbaren Kryptowährungen und einer Reihe interessanter Zusatzangebote präsentiert sich Coinbase heute als Handelsplattform für Einsteiger und Profis gleichermaßen. Neulinge, die ihre ersten Schritte wagen, werden sich auf der Coinbase-Plattform dank der extrem einfachen Bedienung vom ersten Augenblick an wohl fühlen. Und wer bereits mehr Erfahrung hat – oder sie sich auf Coinbase aneignet – kann auf einfache Weise zu Coinbase Pro wechseln, der Plattform für geübte Trader, die günstige Transaktionsgebühren nutzen möchten.

Coinbase im Überblick

Typ Krypto Börse
Gründer Brian Armstrong, Fred Ehrsam
Gründungsjahr 2012
Sitz San Francisco, USA
Regulierung FinCEN
Plattformen Web, iOS, Android
Sprachen Deutsch verfügbar
Kryptowährungen über 50
Zahlungsarten PayPal, Sofortüberweisung, VISA, Mastercard
Gebühren 1,49 %

Das ist Coinbase

Coinbase entstand am 1. Juni 2012 in San Francisco als Projekt der amerikanischen Unternehmer und Investoren Brian Armstrong und Fred Ehrsam mit Unterstützung des bekannten Gründerzentrums Y Combinator, unter dessen Dach auch Airbnb und Reddit groß geworden sind. Der Einfluss von Y Combinator ist dabei unübersehbar: Brian Armstrong war zuvor als Entwickler bei Airbnb beschäftigt.

Coinbase Gründer Coinbase Gründer Brian Armstrong & Fred Ehrsam / Quelle: wsj.com

In den folgenden Jahren erhielt das junge Unternehmen im Rahmen mehrerer Finanzierungsrunden Wagniskapital der Risikokapitalgeber Fred Wilson, Andreessen Horowitz, Draper Fisher Jurvetson und der New York Stock Exchange. Laut Online-Nachrichtenportal TechCrunch hatte Coinbase bis 2017 von Investoren insgesamt 117 Millionen Dollar erhalten. Im August 2017 betrug der Wert von Coinbase 1,6 Milliarden Dollar. Damit wurde die Handelsplattform zum ersten Crypto "Unicorn", also das erste Unternehmen aus der Kryptowelt, das bei der Wertbestimmung den Sprung über die Ein-Milliarden-Dollar-Hürde geschafft hat.

Seine internationalen Aktivitäten startete Coinbase 2018 mit der Eröffnung seiner ersten Auslandsniederlassung in Japan. Mittlerweile ist das Kryptounternehmen neben Deutschland auch in über 100 weiteren Ländern aktiv.

Coinbase konnte massiv vom Krypto-Boom profitieren und bereits 2020 einen Umsatz von 1,14 Milliarden Dollar verzeichnen. Den bisherigen Höhepunkt seiner Unternehmensgeschichte erlebte Coinbase im April 2021 mit dem Gang an die Börse. (NASDAQ, ISIN US19260Q1076)

Geschäftsbereiche

Coinbase ist im Wesentlichen in zwei Bereichen tätig:

Als Börse agiert die Plattform unter der Bezeichnung GDAX (Global Digital Asset Exchange), früher bekannt als Coinbase Exchange. Das ist die professionelle Handelsplattform von Coinbase für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen. Mit dazu gehört auch eine eigene Wallet für Kryptowährungen.

Der zweite Bereich beschäftigt sich mit der Entwicklung von Programmierschnittstellen, über die sich externe Anwendungen an Coinbase anbinden lassen und der automatisierte Zahlungsverkehr gesteuert wird.

Auf diese Weise wird Coinbase nicht nur über die eigene Plattform, sondern auch durch die Integration in andere Anwendungen verfügbar. Hier wie dort umfasst das Leistungsangebot den Handel von Kryptowährungen durch Endkunden sowohl direkt als auch durch den Wechsel gegen die FIAT-Währungen US Dollar, Euro und britisches Pfund.

Safe Storage, also die Aufbewahrung auf Offline-Servern, erlaubt die sichere Lagerung von Kryptowährungen auf Offline-Servern, das allerdings nur im Rahmen eines besonderen Angebots.

Coinbase Kritik Coinbase hatte bereits häufig mit Überlastungen zu kämpfen

Einige Kritikpunkte

Die ideale Krypto-Handelsplattform gibt es nicht – jeder Anbieter hat die eine oder andere Schwachstelle. Auch Coinbase machte einige Male mit negativen Nachrichten auf sich aufmerksam.

Mehrmals kam es zu verminderter Erreichbarkeit der Plattform, hervorgerufen durch einen unvorhergesehenen Ansturm auf die Server, beispielsweise im Mai 2017, als die Handelsvolumen kurzzeitig in die Höhe schossen. Schäden durch den Verlust von Kryptowerten traten allerdings nicht ein.

Im Juni 2017 kam es bei Ethereum zum kurzzeitigen Aussetzen des Handels, verursacht durch massive Kursverluste. Das war allerdings ein internationales Problem, das auch andere große Handelsplattformen betraf. Nach der Wiederaufnahme des Handels kehrte der Kurs schnell wieder zu seinem vorherigen Niveau zurück. Außerdem versprach Coinbase seinen Kunden eine Entschädigung, sollten sie durch die Handelsunterbrechung einen Schaden erlitten haben.

Am 11. Januar 2018 kam es vorübergehend zum Ausfall der Auszahlungsfunktionen beim Bitcoin. Zu diesem Zeitpunkt verwendete Coinbase weder gebündelte Auszahlungen noch das optimierte Transaktionsformat "SegWit", was zu einem sprunghaften Anwachsen der Blockchain-Warteschlange führte. Auch hier reagierte Coinbase sofort und versprach die Einführung beider Verfahren.

Kontoeröffnung bei Coinbase

Coinbase Kontoeröffnung

Wie bei jeder seriösen Handelsplattform steht auch bei Coinbase die Registrierung am Anfang deiner Aktivitäten. Es beginnt auf dem üblichen Weg: durch die Angabe des richtigen Vor- und Nachnamens, einer gültigen E-Mail-Adresse und der Festlegung eines Passworts.

Nun folgt die Verifizierung der E-Mail-Adresse durch Coinbase über den Versand einer E-Mail an dich, die ein Verifizierungslink enthält. Nach dem Klick darauf ist die erste Hürde bereits überwunden.

Dein Konto ist nun zwar eröffnet, aber der uneingeschränkte Handel ist noch nicht möglich. Dazu bedarf es noch einiger Schritte. Sie dienen der Verifizierung des neuen Kunden, was in vielen Fällen auf gesetzlichen Vorgaben beruht. Letztendlich dient die Verifizierung auch deinem eigenen Schutz, denn sie unterbindet unautorisierte Zugriffe durch Dritte auf dein Konto.

Zunächst erfolgt die Festlegung der Zahlungsmethode für deine Einzahlungen und Auszahlungen. Du kannst sowohl ein Bankkonto als auch eine Kreditkarte zufügen, wobei Letzteres allerdings mit erheblich höheren Transaktionsgebühren verbunden ist. Deinen Zahlungsweg verifizierst du gegenüber Coinbase durch die Überweisung von einem Euro. Der ist natürlich nicht verloren, sondern wird deinem Guthaben zugerechnet.

Natürlich könntest du stattdessen auch gleich den gesamten Betrag überweisen, mit dem du dein Konto ausstatten willst. Dennoch lohnt sich ein wenig Geduld: Sollte etwas bei der Zertifizierung schief laufen, ist es besser, einem Euro hinterher zu forschen als gleich Tausenden. Ist die Zertifizierung erst einmal abgeschlossen, steht dann der Überweisung höherer Beträge nichts mehr im Wege.

In der Regel dauert es zwischen einem und drei Werktagen, bis das überwiesene Geld in deinem Coinbase-Guthaben erscheint. Etwas schneller geht es per Kreditkarte, aber – wie gesagt – zu erheblich höheren Gebühren, doch davon später mehr.

Kontoverifizierung

Nun kannst du optional die Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten, bei der jedes Login neben den Login-Daten auch noch die Eingabe einer zusätzlichen PIN erfordert, die du über dein Smartphone erhältst. Nutzt du Coinbase an einem Computer, auf den mehrere Personen Zugriff haben, ist diese zusätzliche Sicherung unbedingt anzuraten.

Am Schluss des Verifizierungsprozesses steht die Identifikation deiner Person. Dazu lädst du ein gültiges Ausweisdokument hoch, in der Regel deinen Personalausweis, Reisepass oder Führerschein. Nach kurzer Zeit erhältst du dann von Coinbase die Bestätigung deiner Identität. Ab diesem Moment ist dein Nutzerkonto für alle Anwendungen freigeschaltet.

Geld einzahlen

Mit dem einen Euro, den du zur Verifizierung deines Bankkontos oder deiner Kreditkarte eingezahlt hast, kommst du beim Kryptohandel natürlich nicht weit. Jetzt ist es also an der Zeit, dein Konto mit dem Betrag auszustatten, den du für den Handel mit Kryptowerten aufwenden willst.

Hast du bereits Kryptowährungen, die auf Coinbase gehandelt werden, ist das nicht nur einfach, sondern auch kostenlos: Überweise den gewünschten Kryptobetrag einfach an die Adresse deines Coinbase-Kontos – fertig.

Einzahlung bei Coinbase

Mit FIAT-Währungen (Euro) ist der Vorgang ein wenig umständlicher und teilweise auch mit Gebühren verbunden. Ist das dein erster Besuch, erscheint der Hinweis, eine Zahlungsmethode hinzuzufügen. Aktuell hast du die Auswahl zwischen einem Euro-Bankkonto, also der SEPA-Überweisung, der Sofortüberweisung, die natürlich auch ein SEPA-Konto betreffen kann, und der Festlegung einer Kredit- oder Debitkarte.

Die günstigste Methode des Fundings ist in Europa die SEPA-Überweisung, die derzeit kostenlos ist. Wählst du diese Option, öffnet sich ein Fenster mit den Angaben für deine SEPA-Überweisung. Du erfährst, welche Bank Coinbase zum Empfang deiner Zahlung verwendet und in welchem Land sie angesiedelt ist, beispielsweise Estland.

Für deine Überweisung benötigst du natürlich nicht alle Daten, lediglich IBAN, BIC und die Referenznummer, damit deine Einzahlung auch zuverlässig deinem Konto zugeordnet wird. Mit dem Klick auf das Kopiersymbol übernimmst du die jeweilige Information in die Zwischenablage, von wo du sie fehlerfrei in deine Banking-Software übernehmen kannst.

Der Hinweis am unteren Rand des Fensters macht dich darauf aufmerksam, dass die Überweisung zwischen einem und drei Werktagen in Anspruch nehmen kann und du bei Geldeingang per E-Mail benachrichtigt wirst. Damit ist der Einzahlungsvorgang erfolgreich abgeschlossen.

Handeln mit Coinbase

Handeln bei Coinbase

Der Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen ist auf Coinbase auch für Anfänger kein Brief mit sieben Siegeln. Besonders auf der normalen Coinbase-Plattform ist der Handel einfach und selbsterklärend: Gewünschte Kryptowährung auswählen, auf den Button “Kaufen” klicken, im sich öffnenden Trading-Fenster den gewünschten Betrag eingeben und die Order abschicken – fertig.

Den aktuellen Stand deines Kontos siehst du im Abschnitt Portfolio. Hier sind deine Bestände an FIAT-Geld und Kryptovermögen übersichtlich dargestellt. Von hier lässt sich auch der Verkauf von Kryptowährungen gegen Euro, Dollar oder britische Pfund einleiten.

Seit 2018 bietet Coinbase auch die Möglichkeit, Kryptowährungen direkt gegeneinander einzutauschen, also beispielsweise Bitcoin in Ethereum. Der große Vorteil: Die Transaktion ist deutlich günstiger als der Umweg über den Verkauf gegen eine FIAT-Währung und dem anschließenden Kauf der neuen Währung. Hier fallen zwei Transaktionsgebühren an – beim direkten Umtausch nur eine.

Der Handel auf der Standard-Plattform von Coinbase ist insbesondere für Neulinge und Anwender mit niedrigem Handelsvolumen gedacht. Die einfache Bedienung hat zwei Nachteile: Zum einen sind die Handelsfunktionen auf ein Minimum reduziert – Präzisionshandel und der Zugriff auf Echtzeitdaten sind hier nicht unbedingt gut aufgehoben.

Und dann sind da noch die Gebühren. Sie sind auf der Handelsplattform deutlich höher als auf Coinbase Pro, der Plattform für Profis und Anhänger des Hochfrequenzhandels. Es ist also ratsam, etwaige Berührungsängste abzubauen, sich eine Zeit lang intensiv mit den Kryptohandel zu befassen, um dann die Vorteile und günstigen Transaktionsgebühren der Pro-Plattform nutzen zu können.

Insbesondere für den Zielhandel ist Coinbase Pro die richtige Heimat. Wenn du deine Transaktionen mit einem Limit oder Stop Limit auf den Weg schicken möchtest, macht dir hier insbesondere die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten das Leben leicht. Natürlich kannst du auch auf Coinbase Pro Order zum Marktpreis absetzen (Market).

Gebühren

Gebühren

Die Gebühren bei Coinbase bewegen sich im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Mit anderen Worten: Es gibt Kryptoplattformen, die höhere Gebühren aufrufen, aber es gibt eben auch günstigere Anbieter, beispielsweise Binance. Diese bringen allerdings häufig nicht den Bedienkomfort und die einfache Gestaltung für Anfänger mit sich.

Zudem solltest du deine bevorzugte Plattform nicht allein nach der Gebührenstruktur auswählen. Wichtiger ist, ob die Plattform zu dir passt – das heißt, ob der Aufbau und die Bedienbarkeit deinen Vorlieben entspricht und ob alle Funktionen und Angebote enthalten sind, die du erwartest – und natürlich, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Auch dazu findest du später noch einige Informationen.

Gebühren bei Coinbase

Die Gebühren für die Einzahlung von FIAT-Geld hängen von der Zahlungsart ab. Derzeit am günstigsten für Nutzer in Europa ist die SEPA-Überweisung. Sie verursacht im Augenblick keine Kosten.

Deutlich teurer ist die Einzahlung per Kreditkarte. Dafür wird eine Gebühr von satten 3,99 % fällig. Dafür geht es etwas schneller: Statt der von Coinbase genannten ein bis drei Werktagen bei einer SEPA-Einzahlung kann das Geld via Kreditkarte bereits am Folgetag auf dem Konto erscheinen.

Jede Transaktion, also jeder Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen, verursacht auf Coinbase eine Gebühr in Höhe von 1,49 % der Transaktionssumme. Das gilt sowohl beim Handel gegen FIAT-Geld als auch für den direkten Umtausch von einer Kryptowährung in eine andere.

Damit ist die Transaktion allerdings noch nicht vollständig bezahlt. Hinzu kommt ein Spread von 0,5 %. Das bedeutet: Der Wechselkurs wird um 0,5 Prozent ungünstiger angesetzt als er in Wirklichkeit ist. Für Kauf oder Verkauf sind das zwei unterschiedliche Rechenansätze:

Auch für die Auszahlung von FIAT-Geld aus deinem Coinbase-Konto an dein Bankkonto wird eine Gebühr fällig. Die hält sich allerdings mit pauschal 15 Cent in Grenzen.

Gebühren bei Coinbase Pro

Die Taker Fee kommt bei Transaktionen zum Marktpreis zur Anwendung (Market Order). Sie ist bei Coinbase vom Volumen der Transaktion abhängig und bewegt sich zwischen 0,04 und 0,50 %. 0,04 % dürfte dabei allerdings ein eher theoretischer Wert sein – der Gebührensatz kommt bei Transaktionen ab einer Milliarde Dollar zur Anwendung. Bis 10.000 Dollar gilt der höchste Wert mit 0,50 %.

Die Maker Fee gilt bei Limit-Orders, sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf. Hier reicht die Gebührenspanne von 0,00 Prozent ab 50 Millionen Dollar Transaktionsvolumen bis 0,50 % bei Transaktionen bis 10.000 Dollar.

Ist Coinbase seriös?

Seriös

Der sicherste Weg, die Seriosität eines Unternehmens zu bewerten, ist die Auswertung objektiver und unabhängiger Daten, die über das Unternehmen zur Verfügung stehen. Das ist auch bei Coinbase der Fall. Um es vorwegzunehmen: Bei dem bekannten Handelsplatz stehen die Ampeln auf Grün – die Kryptobörse ist durch und durch seriös.

Die Kriterien für die Bewertung eines Handelsplatzes für Kryptowerte ähneln denen von Börsenplattformen. Es kommt insbesondere auf drei Kriterien an: die regulatorischen Voraussetzungen, die Bonität der Investoren und die Sicherheitsstandards, die beim Betrieb zur Anwendung kommen. In allen drei Punkten kann Coinbase Bestnoten aufweisen:

Als amerikanisches Unternehmen ist Coinbase naturgemäß dem amerikanischen Wirtschaftsrecht unterworfen, das zu den strengsten weltweit gehört. So ist Coinbase beim FinCEN (Financial Crimes Enforcement Network) offiziell als Money Services Business registriert.

Darüber hinaus ist das Unternehmen allen weiteren Bestimmungen des amerikanischen Rechts unterworfen. Dazu gehört beispielsweise das Regularium für die Überweisung von Geldern sowie die Einhaltung des Bankgeheimnisses und die Anerkennung des Patriot Act.

Eine Reihe namhafter Investoren, die selbst einen Ruf zu verlieren haben, gewährleistet, dass sich Coinbase ausschließlich auf soliden und seriösen Pfaden bewegt. Zu ihnen gehören die Bank of Tokyo, Reddit Co-Gründer Alexis Ohanian sowie die Risikokapitalgeber Blockchain Capital und Digital Currency Group.

Zur Seriosität einer Krypto-Handelsplattform gehört auch der Sicherheitsstandard, den das Unternehmen seinen Kunden für die Nutzung seines Angebots zur Verfügung steht. Coinbase macht hier keine halben Sachen: Sämtliche Transaktionen sind SSL-verschlüsselt und damit vor unbefugtem Eingreifen von dritter Seite sicher. Außerdem bietet die Plattform für den Login die bereits erwähnte Zwei-Faktor-Authentifizierung, um den unbefugten Zugriff auf das Konto zu verhindern.

Erfolgt der Zugriff von einem anderen Computer als üblich, schaltet Coinbase eine Sicherheitsabfrage dazwischen, die gewährleistet, dass der Computerwechsel auch wirklich vom Nutzer ausgeht, beispielsweise beim Wechsel auf einen neuen Rechner.

Besonderheiten bei Coinbase

Eine Reihe zusätzlicher Services rundet das Angebot von Coinbase ab. Es gibt spezielle Angebote für Privatkunden und Unternehmen:

Coinbase Wallet Coinbase Wallet, Quelle: Coinbase.com

Coinbase Wallet

Im Prinzip verfügt jedes Nutzerkonto bei Kryptoplattformen über ein Wallet – nämlich das Nutzerkonto selbst, in dem du alle gehandelten Kryptowährungen aufbewahren, handeln und übertragen kannst. Coinbase geht mit seinem Wallet einen Schritt weiter: Es ist als eigenständiger Service erhältlich, also auch, wenn du gar kein Coinbase-Konto hast.

Das Coinbase Wallet erlaubt dir die Aufbewahrung aller deiner Kryptowerte und NFTs, unabhängig davon, woher sie stammen. Innerhalb des Wallets lassen sich mehr als 500 Assets handeln. Das Wallet ist als App für Android und iOS erhältlich. Zusätzlich gibt es eine Desktop-App, die mit dem Wallet auf dem Smartphone verbunden ist.

Coinbase Card Coinbase Card, Quelle: Coinbase.com

Coinbase Card (Visa-Karte)

Einen praktischen Weg, Kryptowährungen in der realen Welt zur Bezahlung zu nutzen, bietet die Bitcoin Visa-Debitkarte. Sie lässt sich mit beliebigen Kryptowerten aus deinem Guthaben aufladen und dann wie einer normale Visa-Karte nutzen – überall auf der Welt, wo Visa akzeptiert wird.

Damit steht dir dein Krypto-Guthaben jederzeit für Ausgaben zur Verfügung – ohne vorherigen Wechsel in FIAT-Geld, ohne Wartezeiten und ohne Wechselgebühren. Dabei bietet die Karte alle Eigenschaften einer normalen Kreditkarte: Sofortsperrung bei Verlust, Sofortmitteilungen über erfolgte Transaktionen und die ausführliche Aufstellungen deiner Ausgaben.

Kredite

Du kannst auf Coinbase Kredite bis zu 100.000 Dollar aufnehmen und dein Krypto-Guthaben als Sicherheit hinterlegen. Der große Vorteil: Eine Bonitätsprüfung findet dabei nicht statt. Der effektive Jahreszins beträgt 8 Prozent.

Die Kreditaufnahme mit Besicherung des Krypto-Guthabens kann sich steuerlich positiv auswirken, beispielsweise, wenn dadurch ein Verkauf innerhalb der einjährigen Haltefrist vermeidbar wird. Weitere Gebühren über die Verzinsung hinaus fallen nicht an.

Es gibt keine vorgegebenen Rückzahlungspläne. Den für dich passenden Tilgungsplan legst du selbst fest. Den Kreditbetrag erhältst du unmittelbar nach Abschluss des Kreditvertrags auf dein Bank- oder per PayPal-Konto.

Private Client – der VIP-Service bei Coinbase

Kunden mit besonders hohen Vermögenswerten bietet Coinbase einen Service mit besonderer Betreuung. Hier steht dir ein ganzes Team zur Betreuung deiner Investitionsvorhaben zur Verfügung, einschließlich Beratung und festem Account Manager.

Als "Private Client" steht dir für die Aufbewahrung deiner Vermögenswerte ein Cold Storage zur Verfügung, also ein Offline-Server ohne Verbindung zum Internet. Außerdem ist das Guthaben durch eine spezielle Versicherung geschützt.

Es gibt Teams für den physischen und den virtuellen Schutz der Kundeneinlagen. Nutzer, die ihr Guthaben durch ein eigenes Team verwalten lassen, können mehreren Personen Kontozugang gewähren und die Zugriffsrechte individuell einstellen.

Vorteile und Nachteile

Vorteile und Nachteile

Das Gesamturteil zu Coinbase fällt überwiegend positiv aus, wenn es auch in Einzelbereichen Verbesserungsbedarf gibt. Das sind die Pros und Contras:

Fazit

Coinbase gehört zu den bekanntesten und leistungsstärksten Kryptobörsen weltweit. Das große Angebot an handelbaren Kryptowährungen, aber vor allem die extrem einfache Bedienung macht die Plattform speziell für Anfänger so attraktiv.

Auch wenn die Transaktionsgebühren nicht gerade zu den günstigsten am Markt gehören, überzeugt Coinbase dennoch durch seine internationale Verbreitung, den hohen Sicherheitsstandard bei den Transaktionen und sein Angebot zusätzlicher Services.

Alternativen zu Coinbase

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