Wofür brauche ich Kryptowährungen?

Digitales Geld und Wertspeicher

Es gibt viele verschiedene Kryptowährungen mit unterschiedlichen Funktionen. Coins wie Bitcoin und Litecoin dienen vorrangig als digitale Währung oder Wertspeicher und bieten damit die gleichen Einsatzmöglichkeiten wie klassisches Geld oder Gold. Bitcoin und Co. eignen sich als modernes Zahlungsmittel, das dank seiner dezentralen Struktur ohne Bank, Zahlungsdienstleister oder andere Mittelsmänner auskommt, die an einer Zahlung oder an einer Überweisung mitverdienen oder bestimmte Menschen von der Nutzung ausgrenzen könnten.

Kryptowährungen

Dementsprechend sind die Gebühren bei einer Zahlung mit Kryptowährungen oft vergleichsweise niedrig. Bankarbeitstage oder Öffnungszeiten spielen ebenfalls keine Rolle. Egal ob mitten in der Nacht oder am Wochenende, mit Kryptowährungen sind Zahlungen und Überweisungen rund um die Uhr möglich. Im Vergleich zur klassischen Geldüberweisung sind Transaktionen mit vielen Kryptowährungen zudem schnell und landen oft innerhalb von Sekunden oder Minuten in der digitalen Geldbörse des Gegenübers – und das weltweit.

Ein weiterer Vorteil gegenüber klassischem Geld ist die Anonymität. Die bekannteste Kryptowährung, Bitcoin, ist pseudonym. Auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich, welche Bitcoin-Adresse und welche Zahlung zu welcher Person gehört. Es sind aber alle Zahlungen, Transaktionen und sogar die Anzahl der Coins in der Blockchain öffentlich einsehbar. Sobald es eine Verbindung einer Bitcoin-Adresse zur „echten“ Identität gibt, etwa durch die Verifizierungsmaßnahmen von Börsen oder das öffentliche Teilen der eigenen Adresse, ist es mit der vollständigen Anonymität vorbei. Es gibt allerdings auch Kryptowährungen wie Monero, die einen besonders starken Fokus auf die Anonymität ihrer Nutzer legen und durch Maßnahmen wie verdeckte Adressen und verschlüsselte Beträge einen besonderen Schutz bieten.

Anonym

Anonyme Kryptowährungen

In unseren Artikeln zu Monero, Zcash und Dash erfährst du mehr über deren Privatsphäre-Funktionen und besonderen Eigenschaften.

Kryptowährungen als Geldanlage und Spekulationsobjekt

Während die Nutzung als Zahlungsmittel noch nicht weit verbreitet ist, gelten Kryptowährungen inzwischen als etablierte Investitions- und Spekulationsobjekte. Bitcoin, Ethereum, Litecoin und viele andere Kryptowährungen lassen sich an zahlreichen Börsen handeln. Somit ist eine Investition in Kryptowährungen mit wenigen Mausklicks möglich. Jedoch gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten, um mit Kryptowährungen Geld zu verdienen:

Wie diese konkret funktionieren, wird im späteren Verlauf detaillierter betrachtet.

Tokens erfüllen eine besondere Rolle

Im Vergleich zum klassischen Coin, sind Tokens eine besondere Art von Kryptowährungen. Die meisten Tokens dienen dabei nicht als digitales Geld, sondern besitzen eine größere Bandbreite an unterschiedlichen Funktionalitäten. Worin der Unterschied zwischen Coins und Tokens genau liegt, welche Token-Arten es gibt und wofür die verschiedenen Tokens einsetzbar sind, wird später im Detail erklärt.

Wie funktionieren Kryptowährungen?

Bitcoin Blockchain

Blockchain als technische Basis vieler Kryptowährungen

Kryptowährungen basieren auf einem sog. "Distributed Ledger" (verteiltem Kassenbuch) statt auf einem zentralen Verzeichnis. Die wichtigste und häufigste Realisierung ist die Blockchain, auf der sowohl Bitcoin als auch viele andere Kryptowährungen aufbauen. Alle Transaktionen werden in Blöcken abgelegt, die eine Kette bilden – die Blockchain. In den Blöcken ist gespeichert, wer wem wann wie viele Coins gezahlt hat. Auf Basis der gespeicherten und teilweise sogar öffentlich nachvollziehbaren Transaktionen berechnet digitale Geldbörsen bzw. Wallets die Kontostände.

Blockchain

Blockchain einfach erklärt

In unserem umfassenden Artikel über Blockchain erfährst du einfach und verständlich, was eine Blockchain ist und wie sie funktioniert.

Der große Vorteil der Blockchain-Technologie ist ihre dezentrale Struktur. Jeder Teilnehmer im Netzwerk der Kryptowährung besitzt eine eigene Kopie der Blockchain und aller enthaltenen Transaktionen. In Kombination mit Kryptografie ist es praktisch ausgeschlossen, dass die Blockchain manipuliert oder Coins mehrfach ausgegeben ("double spending") werden. Ein wichtiger Bestandteil ist deshalb die Bestätigung der Transaktionen, die bei Kryptowährungen auf Basis des Proof-of-Work-Algorithmus (PoW) durch das Mining realisiert wird.

Das Mining, das auf dem Lösen kryptographischer Rätsel durch pure Rechenleistung realisiert wird, validiert Transaktionen und hält so den Konsens des gesamten Netzwerkes aufrecht. Das macht die Blockchain fälschungssicher. Das Mining erfüllt bei PoW-Coins eine weitere wichtige Rolle: Die Erschaffung neuer Coins. Als Belohnung für das Mining und die dafür zur Verfügung gestellte Rechenleistung erhalten die Miner frisch geschürfte Coins.

Blockchain Funktionsweise

Die innovative Blockchain ist die Basis für viele Kryptowährungen, es gibt aber auch andere Umsetzungen der Distributed-Ledger-Technologie. Bei der Kryptowährung IOTA gibt es beispielsweise keine Blockchain, stattdessen bildet jede Transaktion einen Knoten in einem gerichteten azyklischen Graphen (DAG). IOTA verspricht so geringere Transaktionskosten sowie eine bessere Skalierbarkeit und rüstet sich so für Mikrozahlung und das Internet der Dinge. Die Kryptowährung Nano funktioniert ähnlich, greift aber auf ein Grid bzw. Gitter zum Speichern der Transaktionen zurück.

Einfache und schnelle Nutzung im Alltag

Für den Endnutzer, der Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen als Zahlungsmittel nutzt oder als Investition sieht, spielt die technische Details oft nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist die Frage, wie Kryptowährungen im Alltag funktionieren. Die Antwort: Ganz ähnlich wie eine klassische Zahlung oder eine ganz normale Überweisung.

Die Basis für die Nutzung einer Kryptowährung ist das dazu passende Wallet – eine digitale Geldbörse. Wallets gibt es zum Download für den Computer, als App für das Smartphone und auch als Web-Wallet, das einfach im Browser erreichbar ist. Einmal installiert und mit wenigen Klicks eingerichtet, kann sich jeder Nutzer eine eigene Adresse generieren. Die Wallet-Adresse funktioniert ähnlich wie eine Kontonummer. Für eine Zahlung oder Überweisung benötigt man lediglich die Adresse des Empfängers. Nach der Bestätigung mit dem selbstgewählten Passwort macht sich die Zahlung bzw. Überweisung auf die Reise und landet nach der Validierung des Netzwerkes im Wallet des Empfängers oder im Trading-Account einer Handelsbörse. Genauso einfach kann man mithilfe der eigenen Wallet-Adresse Zahlungen empfangen oder sich frisch erworbene Coins von einer Handelsbörse auszahlen lassen und sich selbst um die sichere Aufbewahrung kümmern. Der Gegenüber benötigt lediglich die Wallet-Adresse und kann anschließend Coins oder Token senden.

Beispiele für Kryptowährungen

Kryptowährungen

Bitcoin: Die bekannteste Kryptowährung

Bitcoin, kurz BTC, ist die bekannteste Kryptowährung. 2007 von einer unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto auftretenden Person oder Gruppe erfunden und 2008 im Whitepaper mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ erstmals beschrieben, ist Bitcoin am 03. Januar 2009 in Form einer Open-Source-Referenzsoftware erschienen. Wie der Titel des Whitepapers verrät, zielt Bitcoin darauf ab, ein auf Peer-to-Peer-Verbindungen aufbauendes elektronisches Geldsystem zu sein. Auf Basis einer dezentralen, weltweit verteilten Blockchain ermöglicht Bitcoin sichere digitale Zahlungen mit vergleichsweise geringen Gebühren und in verhältnismäßig kurzer Zeit.

Bitcoin

Alles was du über Bitcoin wissen musst

In unserem umfassenden Artikel über Bitcoin erfährst du einfach und verständlich wie Bitcoin funktioniert und welche Vorteile er hat.

Die Bitcoins werden durch das Mining bzw. das Schürfen erschaffen, das Transaktionen im Netzwerk bestätigt. Die maximale Anzahl an Bitcoins ist auf 21 Millionen begrenzt – anders als bei klassischen Währungen wie dem US-Dollar oder dem Euro ist einfaches Nachdrucken also nicht möglich. Die regelmäßige Halbierung der Belohnung, die Miner für ihre Rechenleistung bekommen, trägt zu einer Verknappung bei. Da die Preisfindung auf dem freien Markt stattfindet und auf dem Prinzip von Angebot und Nachfrage basiert, hat der Wert des Bitcoins eine beeindruckende Entwicklung hinter sich.

Bitcoin: Historische Wertentwicklung und Meilensteine:

Ende 2009 0,08 US-Dollar
April 2011 1,00 US-Dollar
Dezember 2013 1000 US-Dollar
November 2017 10000 US-Dollar
Dezember 2020 20000 US-Dollar
Januar 2021 40000 US-Dollar

Während die Verwendung als Zahlungsmittel noch nicht weit verbreitet ist, gilt Bitcoin aufgrund der beeindruckenden Kursentwicklung vor allem als Investitionsobjekt, mit dem Anleger Kursgewinne erzielen möchten. Darüber hinaus ist Bitcoin die Basiswährung im Krypto-Handel. Viele andere Coins, insbesondere unbekanntere Kryptowährungen mit einer vergleichsweise geringen Marktkapitalisierung, werden an den Börsen nur gegen Bitcoin getauscht. Man braucht also zunächst Bitcoin, um damit in andere Kryptowährungen investieren zu können. Weiterhin gilt Bitcoin inzwischen bei vielen Nutzern auch als „Store of Value“ und damit als digitale Alternative zu Gold.

Ethereum: Kryptowährung der neuen Generation

Ethereum gilt als „Kryptowährung 2.0“, die sich deutlich von Bitcoin, Litecoin und vergleichbaren Systemen unterscheidet. Ethereum basiert zwar auch auf der Blockchain-Technologie, ist aber viel mehr als nur ein digitales Geldsystem oder Zahlungsmittel. Es handelt sich um ein verteiltes System, das als Plattform für dezentrale Apps (DApps) und Smart Contracts dient. Auf Basis von Ethereum können Nutzer Daten aller Art austauschen – und das dank der verteilten Blockchain-Technologie ohne einen zentralen Server, der bei klassischen Netzwerken praktisch unerlässlich ist. Mit Ether, kurz ETH, bringt Ethereum aber auch eine netzwerkeigene Kryptowährung mit, die genau wie BTC gehandelt werden kann.

Contracts

Was sind Smart Contracts?

In unserem Artikel über Smart Contracts erhältst du interessante Informationen über die Funktionsweise und Vorteile von Smart Contracts.

Die Anwendungsmöglichkeiten für DApps und Smart Contracts, die ohne Mittelsmann auskommen, sind beinahe unvorstellbar vielseitig. Eine einfache Realisierung im Alltag könnte z. B. eine Sportwette zwischen zwei Ethereum-Nutzern sein. Mit einem entsprechend programmierten Smart Contract zahlt Ethereum automatisch und zuverlässig den Wetteinsatz, sobald das Ergebnis feststeht. Bereits umgesetzt oder zumindest denkbar sind auch soziale Netzwerke, dezentrale Shops und sogar fälschungssichere Abstimmungen und Wahlen auf der Basis von Ethereum, DApps und Smart Contracts.

Transaktionen

Vielfach genutzt wird Ethereum schon jetzt als Plattform für Initial Coin Offerings, kurz ICOs. Start-Ups und andere junge Unternehmen können sich so unabhängig von Banken und Venture-Capital-Gesellschaften Kapital in Form von ETH verschaffen und Investoren bekommen im Gegenzug üblicherweise per Smart Contract eine Beteiligung in Form von Token. Die Token sind dann ebenfalls handelbar und das unabhängig von ETH. Zu den prominenten Beispielen an Token bzw. Kryptowährungen, die auf der Ethereum-Plattform entstanden sind, gehören Chainlink (LINK), Aave (AAVE), Uniswap (UNI) und viele mehr.

Monero: Privacy Coin mit hoher Anonymität

Monero (XMR) unterscheidet sich durch den Fokus auf Privatsphäre von anderen Kryptowährungen und gehört deshalb zu den Privacy Coins. XMR basiert zwar genau wie der Bitcoin und vergleichbare Coins auf der Blockchain-Technologie, bietet aber eine besonders starke Anonymität. Während beim Bitcoin alle Transaktionen und die Bestände in den Wallet-Adressen öffentlich einsehbar sind und es deshalb möglich ist, dass die Anonymität durch die Verknüpfung der Wallet-Adresse mit der eigenen Identität verloren geht, sind in Monero zusätzliche Schutzmechanismen integriert, die eine Anonymität gewährleisten.

Privatsphäre und Anonymität

Das Fundament für die starke Anonymität von Monero sind Stealth Addresses und Ring Signatures. Stealth Adresses sind verdeckte Adressen. Geldein- sowie Ausgänge sind dementsprechend nicht öffentlich in der Blockchain einsehbar. Lediglich mit dem privaten Key, zu dem nur der Adresseninhaber bzw. Besitzer der Coins Zugang haben sollte, oder dem optional teilbaren Viewkey gibt es Zugriff auf die Daten. Die Ring Signatures von Monero stellen zusätzlich sicher, dass Transaktionen und Geldbewegungen vermischt und verschleiert werden, damit sie praktisch nicht nachverfolgbar sind.

Unterschied zwischen Coins und Tokens

Coins nutzen ihre eigene Blockchain, wie es zum Beispiel bei Bitcoin (Bitcoin), Ethereum (Ether) oder NEO (Neo) der Fall ist. Sie fungieren hierbei meist als digitale P2P-Währung. Tokens hingegen besitzen keine eigene Blockchain, sondern nutzen vorhandene Blockchain-Netzwerke und ermöglichen das Erstellen von dezentralen Anwendungen. Die Kryptowährung Golem läuft beispielsweise als sogenannter ERC20-Token auf der Ethereum-Blockchain.

Unabhängig davon, ob eine Kryptowährung als Coin oder Token gilt, lassen sich die meisten auf Krypto-Börsen handeln. Bei diesen handelt es sich um Tauschbörsen, die sich ähnlich einem Aktienmarkt gemäß Angebot und Nachfrage verhalten. Jedoch sind diese noch kaum von offizieller Seite reguliert und dadurch anfälliger für Manipulationen und gelten als hochspekulativ. Mit der fehlenden Regulierung ebenso einher geht die Tatsache, dass auf diesen Börsen auch nur unregulierte Token gehandelt werden können – dazu gleich mehr.

Neben dem Handel von bestehenden Kryptowährungen gibt es die Möglichkeit schon früh an Finanzierungsrunden für verschiedene Blockchain-Projekte teilzunehmen, indem man bei einem sogenannten Initial Coin Offering (ICO) oder Token Generation Event (TGE) teilnimmt. Dabei schütten Blockchain-Unternehmen Token an Interessenten aus und erhalten im Gegenzug dafür ihre Finanzierung, zum Beispiel in Form von Ether-Coins.

Token Typen

Zwischen den verschiedenen Token, die ausgeschüttet und gehandelt werden, gibt es wiederum mehrere Unterscheidungen, die Ziel, Zweck und Nutzen dieser definieren. Da Kryptowährungen im Grunde genommen Neuland geschaffen haben, ist die aktuelle Gesetzeslage hierfür in großen Teilen noch sehr schwammig. In Zukunft sind hier von internationalen Regierungen und Behörden viele Entwicklungen und Regulierungen zu erwarten. Im Folgenden wollen wir ein wenig Licht ins Dunkel bringen und widmen uns drei aktuellen Tokenkategorien – dem Utility Token, dem Security Token und dem Equity Token.

Utility Token

Utility Token

Bei den meisten Kryptowährungen heutzutage handelt es sich um Utility-Token. Dies sind Kryptowährungen, die innerhalb ihres Blockchain-System einen gewissen Nutzen oder Wert repräsentieren. Sie werden auch als Treibstoff des Systems beschrieben, da sie dafür sorgen das System und die Funktionsweise der Blockchain ohne zentrale Kontrolle am Leben zu erhalten. Mit Ihnen können Transaktionsgebühren gezahlt oder Zugang zu gewissen Services der Blockchain gewährt werden, wodurch sie als eine Art digitaler Gutschein fungieren. Da sich viele Projekte noch in der Entwicklung befinden, können die zugehörigen Token dieser Blockchain-Projekte noch gar nicht verwendet, jedoch schon gehandelt werden.

Utility Token sind dementsprechend eigentlich nicht als Investition gedacht, jedoch spekulieren viele Menschen darauf, dass die zugehörige Blockchain und ihre Dienstleistung zukünftig Erfolg hat und damit auch der Wert des entsprechenden Token steigt. Mit Erwerb eines Utility Token erlangt man jedoch keinerlei Anteile am Unternehmen selbst, keinen Anspruch auf Dividenden oder ein Stimmrecht.

Security Token

Security Token

Ein Token, der als Security gilt, verhält sich im Gegensatz zum Utility Token eher wie ein Wertpapier und besitzt keinerlei "operative" Funktion für die Blockchain. Somit zählt eine Kryptowährung als Security, wenn es ein Investment repräsentiert mit dem Hauptziel Investitionsgewinne zu realisieren. Ob eine Kryptowährung offiziell als Security Token eingestuft wird, bestimmt der sogenannte Howey-Test. Dieser vom US-amerikanischen, obersten Gerichtshof begründete Test überprüft vereinfacht vier zentrale Eigenschaften: Handelt es sich um eine Geldinvestition? Gibt es eine Profiterwartung von der Investition? Erfolgte die Investition von Geld in ein gemeinschaftliches Unternehmen? Wird der Profit durch die Leistung eines Projektträgers oder einer Drittpartei erzielt? Falls alle Eigenschaften zutreffen, zählt eine Investition als ein Wertpapier, bzw. auf Kryptowährungen bezogen als Security Token.

Da mit der Definition als Security Token mehrere finanzmarktrechtliche Pflichten und Regularien verbunden sind, versuchen viele Kryptowährungen diesen Status zu vermeiden, damit es einfacher ist, Geld für die Finanzierung des Projekts mittels ICO oder TGE einzusammeln. Ebenfalls können Security Token nicht auf privaten Kryptobörsen wie Binance oder Kraken gehandelt werden, dafür aber theoretisch auf öffentlichen und regulierten Wertpapierbörsen. Security Token sind aufgrund der regulatorischen Einschränkungen noch extrem selten.

Equity Token

Equity Token

Bei dem Equity Token handelt es sich um eine Unterart des Security Token und einen wichtigen Part zukünftiger Krypto-Ökonomien. Dieser verbindet gewissermaßen klassische, finanzmarktregulierte Werte wie Unternehmens- oder Aktienanteile mit der technologischen Umsetzung von Blockchain und Token. Das bedeutet, dass man mit Erwerb eines Equity Token beispielsweise Anteile am Unternehmen, Anteilsrechte am Vermögen (z.B. Immobilien), Stimmrechte oder Anspruch auf eine Dividende erhält. Der Equity Token ermöglicht es solche Anteile in Form von digitalen Token darzustellen. Damit einher gehen alle Vor- und Nachteile regulierter Finanzaufsichtsbehörden. Aufgrund dieser ist der Equity Token als Security noch wenig verbreitet und richtet sich eher an Finanzmärkte und professionelle, denn private Investoren. Es gibt jedoch vermehrt Überlegungen hin zum Equity Token, da erwartet wird, dass zukünftige Regulierungen eher Security denn Utility Token bevorteilen.

Kryptowährungen kaufen

Wo kann ich Kryptowährungen kaufen?

Krypto-Börsen oder Krypto-Handelsplätze sind die richtige Anlaufstelle für alle, die echte Coins kaufen möchten. Bei größeren Krypto-Börsen wie dem deutschen Vertreter Bitcoin.de, amerikanischen Handelsplätzen wie Kraken oder Coinbase und der in Asien ansässigen Börse Binance ist es inzwischen problemlos möglich, größere Kryptowährungen wie Bitcoin oder Monero mit Euro oder US-Dollar zu kaufen.

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Kleinere Kryptowährungen werden oft nur gegen Bitcoin getauscht, in dem Fall muss man als Zwischenschritt erst Bitcoin kaufen, um damit dann in eine andere Kryptowährung investieren zu können. Es ist sinnvoll, sich mit einem Blick auf die handelbaren Währungen schon vor der Anmeldung zu informieren, ob das passende Währungspaar angeboten wird. In Deutschland ist der Kauf mit der Heimatwährung Euro natürlich besonders bequem und ohne zusätzliches Währungsrisiko.

Die Anmeldung ist bei vielen Krypto-Börsen schon mit der Angabe der E-Mail-Adresse und der Vergabe eines Passwortes erledigt. Die Einzahlung von Euro oder US-Dollar ist anschließend oft einfach per SEPA-Überweisung oder Kreditkarte möglich und dem Kauf von Bitcoin, Ethereum, Monero und Co. steht nichts mehr im Weg, sobald die Einzahlung verbucht wurde. Die gekauften Coins landen dann im Wallet, welche die Börse jedem Nutzer zuweist. Das birgt allerdings durchaus Risiken: Wenn Coins bei der Börse liegen und es zu Problemen wie einem Hackerangriff oder einer Schließung des Handelsplatzes kommt, sind die dort lagernden Assets in Gefahr. Es bietet sich daher an, die Coins in ein eigenes Wallet auf dem PC, dem Smartphone oder im Web auszuzahlen und sich unabhängig von der Börse selbst um die sichere Aufbewahrung zu kümmern. Alternativen sind Plattformen wie BISON, hinter der die Börse Stuttgart steckt. Zum Konzept von BISON gehört die zuverlässige Aufbewahrung der gekauften Coins durch einen Verwahrer. Ein eigenes Wallet ist somit nicht mehr unbedingt notwendig.

Welche Kryptowährungen soll ich kaufen?

Angesichts der enormen Kursentwicklung vieler Kryptowährungen fragen sich viele Einsteiger und frische Anleger, welche Kryptowährung sie kaufen sollen. Eine universelle Antwort gibt es auf die Frage aber leider nicht. Einsteiger können auf den Erfolg des Bitcoins setzen und diesen „Mutter aller Kryptowährungen“ kaufen. Es muss übrigens nicht gleich ein ganzer Bitcoin sein, es sind auch problemlos Teilstücke handelbar – oft mit bis zu acht Stellen hinter dem Komma.

Technisch versierte Nutzer, die sich auch nur einen Bruchteil der Möglichkeiten vorstellen können, die eine aktiv weiterentwickelte Plattform wie Ethereum bietet, können einen Blick auf Ether werfen und wer voll und ganz auf Anonymität sowie Privatsphäre setzt, der kauft Monero oder einen vergleichbaren Privacy Coin. Darüber hinaus gibt es auch noch viele andere Coins, teilweise mit ganz besonderen Eigenschaften, mit denen man sich beschäftigen kann: Chainlink, Nano oder DeFi-Projekte wie Aave, die auf eine Revolution des Finanzsektors abzielen und damit unter Umständen ein enormes Wachstum versprechen. Welchen Coin oder Token man kauft, ist letztlich von der eigenen Investitionsstrategie und von Parametern wie der Risikobereitschaft abhängig.

Geld verdienen mit Kryptowährungen

Grundsätzlich kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit Kryptowährungen Geld verdienen:

Investieren in Kryptowährungen

Investieren in Kryptowährungen

Das direkte Investieren in eine Kryptowährung ist der klassische Weg, um Geld zu verdienen durch eine Kurssteigerung. Ähnlich wie bei etablierten Geldanlageformen, etwa Aktien oder auch Rohstoffen, verfolgt man dabei üblicherweise ein Ziel: Günstig kaufen und nach einer Kurssteigerung teurer wieder verkaufen. Die Differenz zwischen dem Kaufwert und dem Verkaufswert ist der Gewinn, den man einstreichen kann. Profis und Daytrader nutzen selbst kleine Kursschwankungen für den Handel. Weil das ohne die nötige Erfahrung und umfangreiche Analysen aber fast immer zu Verlusten führt, ist für Einsteiger die „Buy & Hold“-Strategie oft die richtigere Wahl. Also eine nachhaltige Investition mit einer längeren Haltedauer, bei der kleinere Kursbewegungen keine Rolle spielen.

Mining

Eine andere Möglichkeit, um mit Kryptowährungen Geld zu verdienen, ist das Mining. Beim Mining arbeitet man aktiv am Netzwerk mit, indem man Rechenleistung für die beim Proof-of-Work-Algorithmus nötige Bestätigung der Transaktionen zur Verfügung stellt. Im Gegenzug bekommt man neu geschürfte Coins oder Token als Belohnung.

Mining

Da alle Miner um die Belohnung kämpfen, die beim Validieren eines neuen Blocks ausgeschüttet wird, ist es vergleichsweise unwahrscheinlich, dass man der glückliche Gewinner ist, der den frischen Block findet. Deshalb schließen sich üblicherweise viele Miner zu einem Mining-Pool zusammen, wo sie ihre Rechenleistung bündeln und damit die Chance auf die neuen Coins steigern. Im Erfolgsfall wird dann aber natürlich auch die Belohnung geteilt und jeder bekommt nur ein Stück vom Kuchen.

Das Geldverdienen durch Mining ist heutzutage allerdings kaum noch möglich. Der Schwierigkeitsgrad der kryptographischen Berechnungen ist bei den meisten Kryptowährungen so hoch, dass man mit einem Heimcomputer oder einem Notebook keine Chance mehr hat. Insbesondere in Deutschland ist aufgrund des im internationalen Vergleich extrem hohen Strompreises kaum noch ein profitables Mining möglich. Stattdessen sind Profis in Ländern wie China oder Russland am Werk, die mit speziellen Gerätschaften und ganzen Lagerhallen voller Hardware und Kühlungssystemen professionalisiertes Mining betreiben.

Staking

Eine Alternative zum Mining ist das Staking. Beim Staking nimmt man ebenfalls aktiv am Netzwerk der Kryptowährung teil. Anders als bei Kryptowährungen auf der Basis von Proof of Work (PoW) aber nicht durch das zur Verfügung stellen von Rechenleistung. Stattdessen genügt beim Proof of Stake (PoS) das simple Aufbewahren (Verschließen) von Coins oder Token aus, um sich Belohnungen und somit Geld zu verdienen.

Staking

Beim Staking stellt man die eigenen Einheiten einer Kryptowährung dem Netzwerk zur Verfügung, die dann dazu genutzt werden, um einen Konsens zu erzielen und neue Blöcke zu erzeugen. Als Belohnung gibt es auch beim Proof-of-Stake-Prinzip neue Coins. Ein energieintensives und ressourcenfressendes Mining ist bei PoS-Netzwerken nicht nötig, weshalb das Staking als umwelt- und klimafreundliche Alternative zum Mining gilt. Der große Vorteil: Beim Staking kann jedermann mitmachen. Man benötigt weder High-End-Hardware oder spezielle Mining-Geräte noch einen möglichst niedrigen Strompreis und kann durch das Staking trotzdem eine Art Zinsen erzielen und Geld verdienen. Bekannte Beispiele für PoS-Kryptowährungen, bei denen man Staking betreiben kann, sind Tezos (XTZ), TRON (TRX) und EOS. Außerdem soll Ethereum zukünftig vom Proof-of-Work-Algorithmus zum Proof-of-Stake-Algorithmus wechseln.

Risiken und Gefahren bei Kryptowährungen

Wie bei allen Investitions- und Anlagemöglichkeiten gibt es auch bei Kryptowährungen Risiken und Gefahren. Die größten Gefahren sind die Nutzer selbst. Einmal die frisch gekauften Coins bei der Börse gelagert, die kurze Zeit später Opfer eines Hackerangriffs wird und schon kann die Investition weg sein. Defekte Festplatten, ein kaputtes Notebook ohne Backup und natürlich der Klassiker, das vergessene Passwort für das Wallet, sind ebenfalls typische Gefahrenquellen.

Gefahren und Risiken

Darüber hinaus gibt es natürlich auch politische Risiken. Goldverbote gab es in Vergangenheit bereits, insbesondere in Krisenzeiten. Dementsprechend ist es auch vorstellbar, dass Staaten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und Monero verbieten – oder es zumindest versuchen. Insbesondere Privacy Coins sind etablierten Institutionen und Regierungen wegen der hohen Anonymität oft ein Dorn im Auge. Ein direktes Verbot ist aufgrund der dezentralen Struktur der meisten Kryptowährungen schwer umsetzbar und noch schwerer kontrollierbar. Das ist einer der großen Vorteile von Kryptowährungen gegenüber dem klassischen Geldsystem. Neue Gesetze könnten aber den Handel erschweren und etwa Banken und anderen Zahlungsdienstleistern verbieten, Ein- und Auszahlungen an und von Krypto-Handelsplätzen zu verarbeiten.

Kryptowährungen: Zukunft und Prognose

Ein Blick in die Zukunft ist immer schwierig. Fest steht, dass Kryptowährungen noch ganz am Anfang einer großen Reise stehen. Bitcoin gibt es erst seit 2009. BTC ist erst mit der rasanten Preisentwicklung 2017 sowie 2020/2021 in den Blick vieler Menschen geraten. Wenn Bitcoin oder eine andere Kryptowährung sich als Zahlungsmittel oder digitale Wertspeicher durchsetzen kann, ist eine deutliche Wertsteigerung sehr wahrscheinlich. Das gilt auch dann, wenn sich Bitcoin und Co. als „Store of Value“ und Anlageobjekt etablieren und damit auch in den Blick von Family Offices und institutionellen Anlegern wie Banken oder Pensionsfonds mit ihren enormen Geldmengen geraten.

Prognose

Kryptowährungen wie Ethereum und Monero sind nochmal ein anderes Thema. Anders als beim Bitcoin steht nicht unbedingt die Nutzung als digitales Geldsystem oder als Investitionsobjekt im Fokus. Die Möglichkeiten von einer Plattform wie Ethereum, die weiterhin aktiv weiterentwickelt und optimiert wird, sind heute noch gar nicht absehbar. Die Entwicklung einer echten „Killer-App“, mit der Ethereum einen Weg in den Alltag der Menschen findet und Teile der bestehenden Finanzwelt ablöst, könnte ebenso zu einer Massenadoption und der damit verbundenen Wertsteigerung führen.

Kryptowährungen sind gekommen, um zu bleiben. Welche Währungen sich am Ende aber durchsetzen und nicht nur technische Innovationen, sondern gleichzeitig ein großes Netzwerk aus Nutzern schaffen, bleibt offen. Daher ist es bei Investitionen sinnvoll, nicht alle Eier in einen Korb zu legen und die Entwicklungen der verschiedenen Projekte zu verfolgen.

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