Was ist Cardano?

Cardano (ADA) ist eine Blockchain-Plattform (ähnlich wie Ethereum), die derzeit noch als Basis für den Handel mit der Kryptowährung "ADA" fungiert, für die aber in naher Zukunft weit Größeres geplant ist. Auf der Basis wissenschaftlicher Untersuchung von Kryptosystemen und unter Berücksichtigung der Defizite älterer Systeme soll in den kommenden Jahren eine Kryptoplattform geschaffen werden, die Performanz, Sicherheit und Funktionsvielfalt in sich vereinigt.

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Aus Sicht des oberflächlichen Beobachters ist Cardano einfach eine weitere Plattform, die als Grundlage der Kryptowährung ADA dient. ADA ist seit Oktober 2017 handelbar und tritt als Voucher auf, wird also wie ein Gutschein im Tausch gegen Dienstleistungen und Waren genutzt. Hinter Cardano stehen drei Unternehmen und Institutionen: IOHK (Input Output Hong Kong) des ehemaligen Ethereum-Mitentwicklers Charles Hoskinson, die schweizer Cardano Foundation und Emurgo, ein japanischer Inkubator im Bereich Kryptowirtschaft. Diese mächtige Allianz hat sich vorgenommen, Cardano zu entwickeln und auszubauen. Nach eigener Aussage soll Cardano eine (oder vielmehr die) Kryptowährung der dritten Generation werden, nach Bitcoin und Ethereum.

Wie funktioniert Cardano?

Die technische Grundlage von Cardano bildet Ouroboros, der Blockchain-Algorithmus des Systems. (Ouroboros ist der Name eines Symbols in der abendländischen Mystik; eine Schlange, die in ihren eigenen Schwanz beißt und so einen geschlossenen Kreis bildet.) Ouroboros ist ein Proof of Stake-Algorithmus. Dies bedeutet, dass neue Blöcke durch denjenigen Knoten des Netzwerkes geschaffen werden, auf dem das höchste Vermögen (Stake) in Wallets liegt. Natürlich würde auf diese Weise eine Oligarchie (Herrschaft von Wenigen) einzelner, besonders finanzkräftiger Knoten entstehen. Deshalb haben die Entwickler das Verfahren für Cardano verfeinert: Sie definieren den Stake als Summe der auf einem Knoten liegenden ADA-Werte geteilt durch die Gesamtmenge an ADA überhaupt. Dies ergibt für den Stake eine Zahl zwischen 0 und 1 für jeden Knoten (entscheidend sind dabei nur diejenigen Knoten, auf denen wirklich ADA liegen, für die also der Stake echt größer als 0 ist, die sogenannten Stake Holder). Die Summe aller Stakes ergibt dann immer 1 und die Liste aller dieser Werte bildet eine Wahrscheinlichkeitsverteilung. Der Algorithmus wählt aus den Stake Holdern dann zufällig einen Kandidaten aus, wobei die Wahrscheinlichkeit der Wahl dem Wert seines Stake entspricht. Dieser Kandidat wird dann zum Schöpfer eines neuen Blockes.

Was möchte Cardano erreichen?

Die Planungen für den weiteren Ausbau von Cardano erinnern auf den ersten Blick an Ethereum selbst: In einem ganzen Krypto-Ökosystem sollen auf der Blockchain neben der klassischen Funktion als Währung auch Smart Contracts und Decentralized Apps (dApps) implementiert werden können. Der angestrebte Nutzerkreis reicht hierbei vom Einzelnutzer bis hin zu großen Banken und Unternehmen; und sogar für den Zahlungsverkehr von Staaten, Notenbanken und übernationalen Organisationen soll das System gerüstet sein.

Um diese hochgesteckten Ziele zu erreichen, versucht Cardano, sich von anderen Kryptowährungen durch einige Neuerungen abzuheben. So beanspruchen die Entwickler, dass mit Cardano erstmals ein Kryptosystem von auf grundsätzlich wissenschaftlicher Basis entsteht: Funktionalität und Performanz werden ständig durch eine Peergroup von erfahrenen Entwicklern und Forschern aus der Kryptoszene überprüft und weiterentwickelt. Dabei gilt es vor allem, die großer und Defizite früherer Systeme festzustellen, zu analysieren und bei Cardano zu vermeiden. Das Augenmerk liegt hierbei auch auf der Anpassung der Währung an die Bedürfnisse großer Organisationen. Dies bedeutet zweierlei: Einerseits muss die Sicherheit des Zahlungsverkehrs maximiert und auf hohem Niveau garantiert werden, denn bei den zu erwartenden Beträgen sind Verlust, Diebstahl oder Fehlbuchung keine Optionen. Andererseits muss der anonyme Aspekt der Kryptowährung auch neu bewertet und geregelt werden, da speziell öffentliche Institutionen wenig Interesse an einem Zahlungsmittel haben dürften, das potentenziell zur Geldwäsche oder zu anderen illegalen Aktivitäten geeignet ist. Bis spätestens 2020 stellen die Entwickler von Cardano den vollen Ausbau ihres Systems in Aussicht.

Die grundsätzliche Ausrichtung von Cardano stellt dieses neue System in die Nähe bereits vorhandener Kryptowährungen. Technisch gesehen dürfte das endgültige Ergebnis Ethereum ähneln, mit Smart Contracts und anderen aktiven Elementen auf der Blockchain. Auch stammen offenbar viele Entwickler von Cardano aus dem Umfeld von Ethereum. Hinsichtlich der Zielgruppe wird aber eher an Vorbilder wie Ripple oder OmiseGO zu denken sein, und schon jetzt zeigen Banken und Unternehmen großes Interesse an dem System. Allerdings scheint man beim Neueinsteiger in noch größeren Maßstäben zu denken. Nicht nur Geldüberweisungen zwischen Banken, sondern beliebig große Geldmengen sollen zwischen ebenfalls beliebigen Akteuren übertragbar werden. Die theoretische und technische Grundlage ist vorhanden, und Cardano ist für die Zukunft durchaus zuzutrauen, das Prinzip Kryptowährung von Grund auf neu zu konzeptionieren und auf einem neuen, bisher unbekannten Niveau zu etablieren. Ob die Versprechungen von Cardano allerdings auch durch die zukünftige Entwicklung eingelöst werden, muss sich in den nächsten Jahren zeigen. Die Roadmap von Cardano kann hier eingesehen werden: Cardano Roadmap

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Wo und wie kann ich Cardano (ADA) kaufen?

Cardano zählt zu den beliebtesten Kryptowährungen auf dem Markt - dennoch kann die Währung erst auf wenigen Börsen erworben werden. Im Euroraum ist das Kaufen von Cardano derzeit nur mit einem Umweg möglich:

  • Schritt 1: Account auf Coinbase einrichten, verifizieren und Euro einzahlen
  • Schritt 2: Bitcoin, Ethereum oder Litecoin kaufen
  • Schritt 3: Binance Account erstellen und Bitcoin, Ethereum oder Litecoin von Coinbase zu Binance senden
  • Schritt 4: Bitcoin, Ethereum oder Litecoin auf Binance in Cardano tauschen
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